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de.Headlines Puls · 3. November 2026

Aus 154 Schlagzeilen auf 24 Websites, vor allem Politik · Di., 3. Nov. 2026 · 06:32

Die deutschen Titelseiten stehen im Zeichen der US-Kongresswahlen am 3. November, bei denen die Politik von Präsident Donald Trump auf dem Prüfstand steht, während das US-Militär am Wahlorabend iranische Ziele in der Straße von Hormus angreift. Innenpolitisch bestimmen das erste Interview der zurückgetretenen SPD-Spitzenpolitikerin Bärbel Bas, Kanzler Friedrich Merz’ Festlegung auf eine Frau für das Bundespräsidentenamt sowie die Debatte über die Krawalle am Rande der „Gen Z“-Proteste das Bild.

Themen über die Medien hinweg

  1. US-Zwischenwahlen am 3. November: Republikaner holen auf, Trump baut für Niederlage vor

    Bei den US-Zwischenwahlen am 3. November fällen Millionen Wähler ein Urteil über den Kurs von Präsident Donald Trump, dessen Wahlkampf unter anderem von hoher Inflation, Lebenshaltungskosten, Krieg und dem Streit um die Kosten von KI-Datenzentren geprägt ist. Obwohl die Demokraten in Umfragen vorn liegen, konnten die Republikaner ihren Rückstand zuletzt auf acht Prozentpunkte verkürzen; für den Fall einer Niederlage baut Trump bereits vor und will Verbündete wie Elon Musk durch Begnadigungen „schützen“.

    Blickwinkel Während einige Berichte den geschrumpften Umfrageabstand der Republikaner sowie interne Konflikte bei den Demokraten in Michigan und Alaska hervorheben, richten Wirtschafts- und Magazinmedien den Blick auf die Folgen eines demokratischen Wahlsiegs für Anleger und auf die Frage, warum Trump selbst nach einer Niederlage unberechenbar bleibt.

  2. Bärbel Bas äußert sich erstmals nach Rücktritt und kritisiert Merz sowie Union

    Nach der Aufgabe ihrer politischen Spitzenämter infolge des Todes ihrer Stieftochter hat sich die ehemalige Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas in einem ARD-Interview erstmals öffentlich zu ihrem Rücktritt geäußert. Sie spricht darin über die Zeit der Sterbebegleitung und Trauer, fehlenden Rückhalt, eine „Schweigekultur“ in Berlin sowie ihren Ärger über politische Angriffe aus der Union und von Bundeskanzler Friedrich Merz.

    Blickwinkel Während mehrere Aufmacher ihre persönliche Trauer, ihre Kritik an Kanzler Merz und der Union sowie den fehlenden Rückhalt in den Mittelpunkt rücken, wird der Fernsehauftritt andernorts scharf kritisiert: Ein Bericht merkt an, ihr Abgang lasse sich nicht allein mit der Härte der Union erklären, während ein anderer ihr vorwirft, entgegen der nach Spitzenämtern üblichen Zurückhaltung eine Opfergeschichte zu erzählen.

  3. Streit über Tätermilieus nach Ausschreitungen bei „Gen Z“-Protesten

    Nach den bundesweiten Demonstrationen der „Gen Z“ für bessere Bildung und politische Mitbestimmung junger Menschen hält die Debatte über die schweren Ausschreitungen in mehreren Großstädten an. Während in Hamburg knapp 130 vielfach minderjährige Personen festgenommen wurden und im Berliner Märkischen Viertel Molotowcocktails flogen, widerspricht Verteidigungsminister Boris Pistorius der Darstellung von Innenminister Alexander Dobrindt, für die Gewalt seien „Chaoten aus dem migrantischen Milieu“ verantwortlich.

    Blickwinkel Während Zeitungen den koalitionsinternen Streit über Dobrindts Verweis auf das „migrantische Milieu“, die Bilanz der Straßengewalt und die Sorgen des Einzelhandels vor Imageschäden betonen, fragen öffentlich-rechtliche Sender nach der Zukunft der inhaltlichen Forderungen der Jugendlichen.

  4. US-Militär greift iranische Ziele auf der Insel Keschm in der Straße von Hormus an

    Am Vorabend der US-Kongresswahlen hat das US-Militär iranische Stellungen in der Straße von Hormus angegriffen, wobei Explosionen auf der Insel Keschm gemeldet wurden. Während Washington von „begrenzten Angriffen“ spricht und US-Präsident Trump zugleich einen möglichen Friedensschluss mit Teheran andeutet, stellt der Iran eine Öffnung der Meerenge binnen zwei Tagen unter Bedingungen in Aussicht.

  5. Merz legt sich auf eine Frau als Bundespräsidentin fest und trifft auf Frust der CDU-Basis

    Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich darauf festgelegt, dass nach dem Ende der Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier im März erstmals eine Frau Bundespräsidentin werden soll, ohne bereits eine der fünf gehandelten Kandidatinnen zu benennen. Bei einer Aussprache mit den CDU-Kreisvorsitzenden spielte der Vorstoß jedoch nur am Rande eine Rolle, da die Parteibasis deutlichen Unmut äußerte und sich in der Diskussion mehr Parteivorsitzenden und weniger Kanzler wünschte.

    Blickwinkel Während ein Teil der Berichte die historische Festlegung auf das erste weibliche Staatsoberhaupt und die fünf gehandelten Kandidatinnen hervorhebt, stellen andere den Frust der CDU-Kreischefs in den Vordergrund, bei denen die Personalie nur auf geringes Interesse stieß.

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