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de.Headlines Puls · 7. November 2026

Aus 144 Schlagzeilen auf 24 Websites, vor allem Politik · Sa., 7. Nov. 2026 · 18:32

Die deutschen Titelseiten stehen im Zeichen der US-Zwischenwahlen: Nach dem deutlichen Sieg der Demokraten im Kongress beruft Präsident Donald Trump den Hardliner Stephen Miller zum neuen Stabschef im Weißen Haus. Außenpolitisch sorgt zudem Trumps Vorstoß für einen großen Friedensplan in Europa für Warnungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem „zweiten Jalta“. Innenpolitisch prägen die Nominierung von Ilse Aigner als Unions-Kandidatin für das Bundespräsidentenamt, die Debatte über Jugendproteste der Generation Z sowie der Konflikt in der Berliner Linken um die Abgeordnete Vanessa Emde das Bild.

Themen über die Medien hinweg

  1. US-Midterms: Kongressmehrheit für Demokraten und Stephen Miller als Trumps neuer Stabschef

    Nach der schweren Niederlage der Republikaner bei den US-Midterms und der Eroberung von Repräsentantenhaus und Senat durch die Demokraten wechselt US-Präsident Donald Trump seine Stabschefin aus: Auf die als gemäßigt geltende Susie Wiles folgt der rechte Hardliner Stephen Miller. Zugleich wird analysiert, wie weit Trumps Veto-Macht noch reicht und welchen Einfluss die Demokraten nun im Kongress ausüben können.

    Blickwinkel Ein Teil der Berichterstattung stellt die neue Gestaltungsmacht der Demokraten in den Vordergrund und lotet aus, ob sie Trumps Wirtschaftskurs korrigieren, auf Blockade oder Kompromiss setzen oder gar ein drittes Impeachment-Verfahren anstreben. Andere Aufmacher rücken Trumps Personalentscheidung für Stephen Miller in den Mittelpunkt und werten den Aufstieg des rechten Hardliners als Signal, dass das Weiße Haus trotz der Wahlniederlage auf Konfrontation statt auf Kurskorrektur setzt.

  2. Ukraine-Krieg: Warnungen vor Trumps „großem“ Friedensplan und einem „Jalta 2.0“

    US-Präsident Donald Trump setzt auf ein großes Abkommen für eine neue Sicherheitsordnung in Europa, stößt damit jedoch auf deutliche Ablehnung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Selenskyj bezeichnet den Vorschlag als „gefährlich“, solange Russland seinen Krieg weiterführt, und warnt vor einem „zweiten Jalta“, bei dem über die Ukraine und Europa hinweg entschieden wird.

    Blickwinkel Während mehrere Berichte die direkte Warnung Selenskyjs vor den Gefahren des US-Plans und einem „zweiten Jalta“ in den Mittelpunkt stellen, richtet sich der Blick in der deutschen Politik auch auf die Rolle der Europäer, die sich stärker in Verhandlungen einbringen müssten, um kein fertiges Ergebnis vorgesetzt zu bekommen.

  3. Jugendproteste in Europa und Bundestagsdebatte über die Generation Z

    Proteste junger Menschen in Europa und die Lage der Generation Z stehen im Fokus mehrerer Aufmacher. Im Bundestag treffen bei der Debatte über Krawalle und Proteste gegensätzliche Deutungen aufeinander, während die AfD Gewalt mit Migration verknüpft und Linke sowie Grüne auf Zukunftssorgen der Jugendlichen verweisen.

    Blickwinkel Die Perspektiven auf das Thema fallen unterschiedlich aus: Einerseits kommen junge Demonstrierende in Europa selbst mit ihrer Wut und ihren Hoffnungen zu Wort, andererseits werden die gegensätzlichen Deutungen im Bundestag zwischen Migrantengewalt und Zukunftssorgen gegenübergestellt oder die sechs wichtigsten Zukunftsfragen der unter 25-Jährigen einem Realitätscheck unterzogen.

  4. Bundespräsidentenwahl: Union nominiert Ilse Aigner für die Steinmeier-Nachfolge

    CDU und CSU haben Ilse Aigner als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin bestimmt. Während aus der FDP Zustimmung für Aigners Bürgernähe und ihre klare Abgrenzung zur AfD kommt, werden zugleich die Folgen des Beschlusses für das Verhältnis der Unionsparteien sowie die prominenten Wahlleute der im Januar tagenden Bundesversammlung beleuchtet.

    Blickwinkel Während ein Teil der Berichte die Entscheidung von CDU und CSU für Ilse Aigner, die Folgen für das Verhältnis der Schwesterparteien und das Lob aus der FDP hervorhebt, betonen andere die Zurückhaltung von Friedrich Merz oder richten den Blick auf die Zusammensetzung der Bundesversammlung im Januar.

  5. Berlin: Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot und Machtkampf in der Linkspartei um Vanessa Emde

    In Berlin haben Linke, Grüne und SPD der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen für eine rot-grün-rote Landesregierung zugestimmt, für die der Haushalt als zentrale Bewährungsprobe gilt. Gleichzeitig fordert die Berliner Linken-Spitze die umstrittene Abgeordnete Vanessa Emde wegen ihrer Haltung zu Israel und ihres Verhaltens beim Landesparteitag zum Mandatsverzicht auf und droht mit Fraktionsausschluss.

    Blickwinkel Neben dem formalen Start der rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen und der Warnung des Rechnungshofes vor einer dramatischen Haushaltslage dominiert der parteiinterne Konflikt der Linken um den Umgang mit dem Nahostkonflikt und gescheiterten Abschiebungen.

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