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de.Headlines Puls · 7. November 2026

Aus 115 Schlagzeilen auf 24 Websites, vor allem Politik · Sa., 7. Nov. 2026 · 08:32

Die deutschen Titelseiten werden von der Einigung von CDU und CSU auf die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin sowie von den Folgen der US-Zwischenwahlen bestimmt, nach denen Präsident Donald Trump den Hardliner Stephen Miller zum neuen Stabschef beruft. Zugleich prägen starke Kursschwankungen bei US-Technologiewerten und Sorgen um eine Ausbremsung des KI-Booms die Wirtschaftsberichterstattung. Innenpolitisch rückt außerdem der Konflikt in der Berliner Linken um ein Mandat von Vanessa Emde in den Vordergrund.

Themen über die Medien hinweg

  1. Union einigt sich auf Ilse Aigner als erste Bundespräsidentin

    Nach der CSU will auch die CDU die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nominieren, womit nach zwölf Männern erstmals eine Frau an die Spitze der Bundesrepublik rücken soll. Bundeskanzler Friedrich Merz wollte die Personalie ursprünglich erst nach der Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag verkünden, ehe die Entscheidung vorzeitig bekannt wurde; auch aus SPD und Grünen kommen positive Signale.

    Blickwinkel Während ein Teil der Berichterstattung Aigner als bodenständige „Brückenbauerin“ und „starke Frau“ würdigt oder ein „historisches Signal“ hervorhebt, kritisiert eine andere Einordnung den vorangegangenen Auswahlprozess in der Union als „kein Ruhmesblatt“ oder wertet die Personalie für Kanzler Friedrich Merz als bloß „zweitbeste Option“ aus „Bequemlichkeit der politischen Mitte“.

  2. Nach US-Midterms: Trump macht Stephen Miller zum Stabschef

    Nach der schweren Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen, bei denen die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat erobert haben, tauscht Präsident Donald Trump seine als gemäßigt geltende Stabschefin Susie Wiles gegen den rechten Hardliner Stephen Miller aus. Zugleich treten im US-Justizministerium zwei hochrangige Beamte zurück, und ein geplanter Diesel-Deal mit Russland gerät nach dem Kurswechsel zweier russischer Tanker ins Wanken.

    Blickwinkel Einige Aufmacher werten die Ernennung Millers als radikalen Konfrontationskurs, bei dem Trump „seinen Pitbull von der Leine“ lässt und gezielt „auf Angst“ setzt, während andere Berichte analysieren, welche Wählergruppen die Republikaner abgestraft haben, und Beobachter einen politischen Nachruf auf Trump trotz des Verlusts beider Kongresskammern für verfrüht halten.

  3. Börsenbeben bei Tech-Werten und Sorge vor KI-Regulierung in den USA

    Infolge der US-Zwischenwahlen ist es an den amerikanischen Börsen zu heftigen Kurseinbrüchen vor allem bei Technologie- und KI-Werten gekommen, wobei zwischenzeitlich 6,25 Billionen Dollar an Börsenwert verloren gingen und der Nasdaq am Donnerstag über sechs Prozent nachgab. Während in der KI-Branche Sorgen vor einer strengeren Regulierung und einem Baustopp für Rechenzentren durch die gestärkten Demokraten wachsen, nutzten Anleger die gefallenen Kurse am Freitag bereits wieder zum Einstieg.

    Blickwinkel Während ein Teil der Berichte die historischen Kursverluste von 6,25 Billionen Dollar sowie drohende Baustopps für Rechenzentren und schärfere Regulierung nach dem Wahlsieg der Demokraten betont, rücken andere Analysen die anschließende Erholung am Freitag und neue Einstiegschancen durch niedrigere Kurse in den Vordergrund.

  4. Berliner Linke und Gregor Gysi drängen Vanessa Emde zum Rückzug

    In Berlin belastet der Konflikt um die Abgeordnete Vanessa Emde wegen ihrer Positionen zum Nahostkonflikt die laufenden Koalitionsgespräche. Nachdem die Berliner Linke Emde zum Mandatsverzicht aufgefordert und erklärt hat, das Mandat sei keine „Ich-AG“, verlangt auch Gregor Gysi ihren Fraktionsausschluss, was innerhalb des linken Lagers auf scharfen Gegenwind stößt.

  5. Ukraine: Streit zwischen Selenskyj und Klitschko sowie Finanzierungslücke bei EU-Hilfen

    Nach wochenlangen russischen Angriffen auf das ukrainische Energienetz und erneuten Stromausfällen in Kyjiw gibt Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Hauptstadt-Bürgermeister Vitali Klitschko die Schuld, der die Kritik scharf zurückweist. Unterdessen steht in der EU ein neues Hilfspaket für die Ukraine über 46 Milliarden Euro im Raum, für das wegen zu geringer Zinserträge aus eingefrorenem russischen Vermögen voraussichtlich neue Schulden aufgenommen werden müssen.

Nach Ressort

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