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de.Headlines Puls · 7. November 2026

Aus 90 Schlagzeilen auf 24 Websites, vor allem Politik · Sa., 7. Nov. 2026 · 06:33

Die deutschen Titelseiten werden von den Folgen der US-Zwischenwahlen bestimmt, nach denen Präsident Donald Trump den rechten Hardliner Stephen Miller zum neuen Stabschef beruft, während an den Börsen KI- und Technologiewerte stark nachgeben. Innenpolitisch dominiert die Einigung von CDU und CSU auf die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner als Kandidatin für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zudem beschäftigen die Obduktionsergebnisse nach dem Tod von Hubert Aiwanger sowie die Debatte über Wehrpflicht und ein allgemeines Pflichtjahr die Aufmacher.

Themen über die Medien hinweg

  1. US-Midterms: Trump beruft Stephen Miller zum Stabschef

    Nach dem Wahlsieg der Demokraten im Repräsentantenhaus und im Senat zieht US-Präsident Donald Trump erste personelle Konsequenzen und tauscht Stabschefin Susie Wiles gegen den rechten Hardliner Stephen Miller aus. Zugleich gerät ein geplanter Diesel-Deal der US-Regierung mit Russland ins Wanken, da russische Tanker bereits abdrehen, und im US-Justizministerium treten zwei hochrangige Beamte zurück.

    Blickwinkel Während die „FAZ“ die Berufung von Stephen Miller als Entfesselung eines „Pitbulls“ nach einer „schweren Klatsche“ wertet und die „Deutsche Welle“ von einer „krachenden Niederlage“ spricht, hält der „Deutschlandfunk“ unter Berufung auf Beobachter einen politischen Nachruf auf Trump für verfrüht.

  2. Union einigt sich auf Ilse Aigner als Bundespräsidentin

    Nach der CSU will auch die CDU die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nominieren, womit erstmals eine Frau an die Staatsspitze rücken würde. Bundeskanzler Friedrich Merz wollte die Entscheidung ursprünglich erst nach der Sitzung des CDU-Präsidiums am Montag verkünden.

    Blickwinkel Die „Süddeutsche Zeitung“ porträtiert Aigner als volksnahe Oberbayerin, die das Parlament mit strenger Hand führt, während der „Tagesspiegel“ zwar die Entscheidung für eine „Brückenbauerin“ begrüßt, das Auswahlverfahren in der Union jedoch als „kein Ruhmesblatt“ kritisiert; die „taz“ stellt die Rolle des Amts als „Demokratiewächterin“ heraus.

  3. Kursrutsch bei KI-Aktien erschüttert die Börsen

    Nach den US-Zwischenwahlen und infolge eines Streits um den hohen Strombedarf von Rechenzentren brechen KI- und Chip-Aktien weltweit ein, wobei an den Börsen 2,5 Billionen Dollar an Marktwert verloren gingen. Zugleich gerät der geplante Börsengang des KI-Start-ups Anthropic angesichts von Kritik an einer Bewertung von 1,5 bis zwei Billionen Dollar ins Stocken.

    Blickwinkel Während „ZDFheute“ und „Spiegel“ den Kursrutsch unmittelbar mit dem Wahlsieg der US-Demokraten und der Sorge vor schärferer Regulierung verknüpfen und die „Berliner Zeitung“ den Streit um die Stromkosten von Rechenzentren als Auslöser nennt, rückt die „WirtschaftsWoche“ mögliche Einstiegschancen für Anleger in den Vordergrund.

  4. Tod von Hubert Aiwanger: Obduktion ohne Hinweis auf Fremdverschulden

    Nach dem Tod des 55-jährigen bayerischen Wirtschaftsministers und Vorsitzenden der Freien Wähler, Hubert Aiwanger, der tot in einem Berliner Hotel entdeckt wurde, hat die Obduktion keine Hinweise auf ein Fremdverschulden ergeben. Die Freien Wähler zeigen sich im Schockzustand, und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder trug sich in ein Kondolenzbuch ein.

  5. Debatte um Wehrpflicht und Pflichtdienst nach Jugendprotesten

    Nach Straßenprotesten Zehntausender junger Menschen gegen eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht zeigt sich Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius zuversichtlich, dass die Bundeswehr ihren Personalbedarf voraussichtlich auch ohne Zwang decken kann. Dagegen fordert Cem Özdemir trotz der Proteste ein Pflichtjahr für alle und schlägt einen Gratis-Führerschein als Anreiz vor.

    Blickwinkel Während „n-tv“ und „Deutschlandfunk“ den Optimismus von Verteidigungsminister Pistorius betonen, das Wachstum der Bundeswehr ohne Zwang zu erreichen, stellt die „Frankfurter Rundschau“ Cem Özdemirs Forderung nach einem allgemeinen Pflichtjahr trotz der Jugendproteste an die Spitze.

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