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de.Headlines Puls · 7. November 2026

Aus 143 Schlagzeilen auf 24 Websites, vor allem Politik · Sa., 7. Nov. 2026 · 14:33

Die Folgen der US-Zwischenwahlen beherrschen die deutschen Titelseiten: Nach dem deutlichen Wahlsieg der Demokraten im Kongress entlässt US-Präsident Donald Trump seine Stabschefin Susie Wiles und beruft den Hardliner Stephen Miller ins Amt. Innenpolitisch prägen die Nominierung der CSU-Politikerin Ilse Aigner für das Bundespräsidentenamt sowie der Start der rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen in Berlin inmitten heftiger Personaldebatten bei der Linkspartei das Bild. Zudem beschäftigen neue russische Angriffe in der Ukraine und Aussagen von Verteidigungsminister Boris Pistorius zur Wehrpflicht die Redaktionen.

Themen über die Medien hinweg

  1. US-Midterms: Trump macht Hardliner Stephen Miller nach Wahlniederlage zum Stabschef

    Nach der deutlichen Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen, bei denen die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus und im Senat gewonnen haben, baut US-Präsident Donald Trump seine Führungsspitze um. Er entlässt Stabschefin Susie Wiles, die als eher gemäßigte Stimme galt, und ernennt seinen rechtsgerichteten Berater Stephen Miller zum neuen Stabschef des Weißen Hauses.

    Blickwinkel Während einige Berichte den Wahlerfolg der Demokraten als Chance werten, Trumps Wirtschaftskurs im Kongress zu korrigieren, deuten die meisten Häuser die Beförderung Millers als Zeichen dafür, dass der Präsident nach der Niederlage nicht einlenkt, sondern auf Konfrontation und eine Beruhigung seiner MAGA-Basis setzt. Wirtschaftsmedien heben hervor, dass die demokratische Mehrheit zwar ein Hoffnungssignal für die Demokratie sei, wegen innerparteilicher Probleme und der Berufung Millers aber kaum Entlastung für die Wirtschaft verspreche.

  2. Koalitionsgespräche in Berlin und Rücktrittsforderung an Linken-Abgeordnete Emde

    In Berlin haben SPD, Grüne und Linke der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen für ein rot-grün-rotes Regierungsbündnis zugestimmt. Gleichzeitig belastet ein Konflikt in der Berliner Linkspartei die Gespräche: Die Parteispitze fordert die Abgeordnete Vanessa Emde wegen ihrer Haltung zum Nahostkonflikt zum Mandatsverzicht auf und droht ihr mit dem Fraktionsausschluss.

    Blickwinkel Die Gewichtung fällt gegensätzlich aus: Wirtschafts- und bürgerliche Medien stellen Warnungen von Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey vor Clan-Verbindungen und zurückgehaltenen Bankkrediten sowie Vorwürfe gegen weitere Linken-Politiker wegen Kontakten ins Clan- und Terrorsympathisanten-Milieu in den Vordergrund. Die linke Tageszeitung führt dagegen mit dem Start der rot-grün-roten Koalitionsverhandlungen und wirft anderen Medien eine Skandalisierung rechtsstaatlichen Engagements gegen Abschiebungen vor.

  3. Union nominiert Ilse Aigner für das Bundespräsidentenamt

    CDU und CSU wollen die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) für die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nominieren, über die die Bundesversammlung am 30. Januar 2027 entscheidet. Die Personalie stößt auch außerhalb der Union, etwa bei der FDP, auf Zustimmung.

    Blickwinkel Während mehrere Berichte Aigners Bürgernähe, ihre klare Abgrenzung zur AfD und ihre überparteiliche Zustimmung als erste Frau für das höchste Staatsamt betonen, richten andere den Fokus auf das Machtgefüge innerhalb der Union und die Kritik der Grünen sowie aus Teilen der CDU an Kanzler Friedrich Merz, dem das Personalverfahren entglitten sei.

  4. Ukraine-Krieg: Schwere Angriffe auf Energieanlagen und Skepsis gegenüber US-Verhandlungsplänen

    Die Ukraine ist erneut schweren russischen Angriffen ausgesetzt, die sich unter anderem gegen Energieanlagen richten und zahlreiche Todesopfer und Verletzte fordern. Zugleich sorgt die Ankündigung von US-Präsident Trump über ein bevorstehendes „großes“ Ukraine-Abkommen für Debatten über die Rolle Europas bei möglichen Verhandlungen.

    Blickwinkel Ein Teil der Berichterstattung konzentriert sich auf die militärische Lage mit schweren Angriffen auf ukrainische Energieanlagen und die russische Besatzungspolitik in den Schulen des Donbass, während andere Beiträge die diplomatische Ebene beleuchten und vor einer Einigung der Großmächte über die Köpfe der Ukrainer und Europäer hinweg warnen.

  5. Pistorius hält Bundeswehr-Aufstockung ohne Wehrpflicht für möglich

    Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht derzeit keinen Bedarf für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht in Deutschland. Mit 190.000 Soldatinnen und Soldaten habe die Bundeswehr den höchsten Personalstand seit 13 Jahren erreicht und könne ihren Bedarf voraussichtlich über Freiwillige sowie einen höheren Frauenanteil decken.

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